Moderationsausbildung
Prozessmoderation: Veränderungen unterstützen - Ressourcen nutzen - Ziele erreichen durch Moderation
Die Arbeit in Teams bzw. mit Gruppen ist zu einem zentralen Teil des Arbeitsalltages in Unternehmen und Organisationen geworden. Besprechungen, Meetings, Regelkommunikation und Workshops sind an der Tagesordnung. Die zu lösenden Aufgaben sind zunehmend komplexer geworder. Die Beteiligten verfügen über die notwendige Expertise zur Aufgabenerfüllung, jedoch können ihre die Interessenlagen und ihr Arbeitsverständnis unterschiedlich sein.
Die Umsetzung eines zielorientierten und effizienten Vorgehens und der wirksame Umgang mit der Dynamik in der Gruppe sind erfolgskritische Faktoren für die Erfüllung einer gemeinsamen Aufgabe. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Zeit und der Motivation aller Beteiligten erfordert eine sinnvolle und ergebnisreiche Gestaltung dieser komplexen Kommunikationsprozesse.
Um dies zu gewährleisten, bedarf es der Weiterentwicklung der
Moderation. Von dem historischen Verständnis der Arbeit mit
Moderationskarten und Pinnwänden hin zur Prozessmoderation,
der Steuerung und Umsetzung gezielter Kommunikationsprozesse.
Für die erfolgreiche Gestaltung der kommunikativen
Gemeinschaftsarbeit gilt es, die bisherigen Erfahrungen, die
erwünschten Ergebnisse sowie den Organisationsrahmen einzubeziehen.
Einzelne Moderationsveranstaltungen haben stets
Vorläufer, führen meist zu Folgeaktivitäten und sind geprägt
durch die Eigenarten der Organisation.
Prozessmoderation beinhaltet sowohl die Gestaltung als auch
die Umsetzung der passenden Architektur der verschiedenen
Kommunikationssituationen und der zielführenden Designs für
die einzelnen Veranstaltungen.
Die Fähigkeit zur Prozessmoderation ist eine zentrale Anforderung an Führungskräfte und Projektleiter sowie an Selbstständige und Freiberufler. Dort, wo verantwortliche Arbeit mit Gruppen stattfindet, ist diese Fähigkeit gefragt. Die Ausprägung dieser Kompetenz ist sehr unterschiedlich. Fast jeder ist schon mit dem Thema Moderation in Berührung gekommen. Inzwischen wird das Umgehen mit Moderationsmaterialien schon in den Schulen unterrichtet. In der Teamarbeit im professionellen Kontext werden einzelne Methoden angewendet bzw. einzelne Personen übernehmen Moderationsaufgaben.
Die Ausprägung der Moderationskompetenz lässt sich mit dem Bild eines Handwerkes beschreiben: Der Lehrling kennt einzelne Methoden und kann einfache Aufgaben erfüllen.
Der Geselle kann bestimmte Aufgaben exzellent umsetzen und findet zu fast allen Aufgaben eine Lösung. Der Meister kann komplexe Prozesse gestalten und umsetzen, verfügt über umfassendes Methoden-Knowhow und findet innovative und passfähige Lösungen für die jeweilige Anforderung.
Erfolgreiche Führung, Projektleitung oder andere verantwortliche Arbeit mit Teams und Gruppen erfordern eine individuelle meisterhafte Fähigkeit zur Moderation.
Unser Moderationsverständnis
Die Fähigkeit zur Moderation ist eine Kompetenz, die in vielen beruflichen Aufgaben benötigt wird. Nur in seltenen Fällen ist es eine eigenständige Profession. Aus diesem Grunde ist das artop-Verständnis nicht nur bezogen auf eine eigenständige Berufsgruppe, sondern auch auf die vielfältigen Bedarfe der Führungskräfte und Projektleiter sowie der Selbstständigen und Freiberufler, für die die Arbeit in Teams und mit Gruppen erfolgsrelevant für die Erfüllung der gestellten Aufgaben ist.
Moderation umfasst die Gestaltung und Umsetzung komplexer Kommunikationsprozesse basierend auf:
- klar vereinbarten Zielen
- effizienter Prozessgestaltung (Architektur und Design)
- Unterstützung der Arbeitsfähigkeit in der Gruppe
- passfähiger Umsetzung zur Einbindung der Potenziale der Beteiligten
Zielklarheit
Im Mittelpunkt des Moderierens steht das Erreichen der vereinbarten Ziele. Um geeignete Prozesse und Methoden hierfür umzusetzen, bedarf es einem Grundverständnis der inhaltlichen Aufgabenstellung. Das Ziel der Moderation muss so klar beschrieben sein, dass in der Moderation damit gearbeitet werden kann. Sollte es zu Störungen im Prozess kommen, ist dies der gemeinsame Startpunkt, auf den sich bezogen werden kann. Zielklarheit ist die erste zu realisierende Vorraussetzung für die Anwendung einer Moderation.
Prozessgestaltung
Die Umsetzung einer Moderation ist der gemeinsame Weg einer Gruppe zu dem definierten Ziel. Dabei hat die Moderation die Aufgabe eines "Scouts". Es gilt, in dem unwegsamen Gelände komplexer Kommunikationsprozesse die richtige Landkarte zu finden und eine geeignete Route zu wählen.
Übertragen bedeutet dies: Die Aufgabe der Prozessgestaltung beinhaltet den Entwurf einer Dramaturgie für die Arbeit in der Gruppe und die zielorientierte Anpassung an Veränderungen. Die Dramaturgie beinhaltet geeignete Methoden und Werkzeuge, Visualisierungen und Rahmengestaltungen.
Arbeitsfähigkeit
Das Klima in der Gruppe muss für jeden Teilnehmer die Möglichkeit eröffnen, sich einzubringen (sonst muss er nicht teilnehmen). Aus diesem Grunde ist das Unterstützen bzw. Herstellen der Arbeitsfähigkeit eine zentrale Aufgabe in der Moderation. Es ist notwendig, die gruppendynamischen Prozesse zu erkennen und damit umgehen zu können. Insbesondere beinhaltet dies auch die Reflektion des eigenen Auftretens und der möglichen Wirkungen.
Passfähigkeit
Die besondere Qualität von Moderation wird durch die Passfähigkeit des Vorgehens, der Methode und des eigenen Auftretens erreicht. Der Moderationsprozess wird häufig mit dem Einsatz von Moderationskarten und Pinnwänden gleichgesetzt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass der Einsatz mancher klassischer Methoden in vielen Situationen keinen Mehrwert bewirkt. Manchmal bedeutet weniger Methode mehr Ergebnisse. Von zentraler Bedeutung ist das Andocken des Moderators an die Gruppe. Hilfreich ist hierbei eine differenzierte Klärung der Aufgaben der Moderation (Strukturgeber, Regelwächter, Visualisierer, Zusammenfasser etc.).
artop-Moderationsausbildung
Wir bieten Ihnen eine berufsbegleitende Weiterbildung, eingebettet in ein praxisnahes und modernes Konzept für Moderation in Unternehmen und Organisationen.
Die Ausbildungsinhalte entsprechen den vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von Moderation und repräsentieren unseren langjährigen Erfahrungshintergrund.
Die artop-Moderationsausbildung soll Sie befähigen, selbständig Moderationskonzepte zu entwickeln und erfolgreich durchzuführen.
Die Ausbildung umfasst psychologische und soziologische Inhalte aus den Anwendungsbereichen Kommunikation und Organisation. Es werden umfangreiche Methoden und Vorgehensweisen zur Gestaltung und Umsetzung von Moderationsprozessen vermittelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Übertragbarkeit auf die Anwendungssettings der Teilnehmer. Hier stehen die Trainer mit ihrem breiten Erfahrungsschatz zur Seite.
Lernziele
Lernziele der Ausbildung sind:
- Fach- und Methodenkenntnisse über Moderationsprozesse
- Fähigkeit zur Auftragsklärung und Rollenabgrenzung
- struktur- und sinngebende Grundhaltung einnehmen
- Entwicklung, Durchführung und Ergebnisdarstellung von Moderationsprozessen
- Fertigkeiten im Einsatz von Moderationstechniken
- Fertigkeiten im Einsatz von Visualisierung
- Fähigkeit zur Steuerung von Gruppenprozessen
- sicherer Umgang mit konflikthaften Moderationssituationen
Sie werden dabei Ihren eigenen Moderations-Stil entdecken und zur persönlichen Meisterschaft führen.
Methode und Aufbau der Ausbildung
Die ersten Module vermitteln die Grundlagen der Moderation. Hier stehen das Prozessverständnis, der Umgang mit Moderationsmethoden, die Entwicklung von Moderationsabläufen und die eigene Rolle im Mittelpunkt.
„Bergfest“ stellt das Modul „Moderation entlang des Teamprozesses“ dar, in dem Fragen der Gruppendynamik und des eigenen Umganges mit dynamischen Prozessen bearbeitet werden.
Der zweite Teil der Ausbildung legt seinen Fokus auf typische Anwendungsfelder. Mit den Themen Strategieentwicklung, Projektmanagement und Konfliktbearbeitung erhalten die Teilnehmer Prozess und MethodenKnowhow zu typischen Anforderungssituationen und vertiefen ihre eigene Fähigkeiten in verschiedenen Moderationsrollen.
Ihr kontinuierlicher Lernzuwachs wird durch inhaltlich aufeinander aufbauende und didaktisch aneinander angeknüpfende Module erreicht.
Der Abschlussworkshop rundet die Ausbildungsphase mit der Vorstellung eigener Moderationsfälle durch die Teilnehmer ab und endet mit der Verleihung des Zertifikats.
Das Moderationscoaching bietet Ihnen die Möglichkeit, begleitend oder im Anschluss an die Moderationsausbildung in Ihrer Arbeit als Moderator unterstützt und beraten zu werden.
Jedes Ausbildungswochenende ist in der Form eines Trainings konzipiert. Mit zahlreichen Moderationsübungen und FeedbackSequenzen stellen wir sicher, dass am konkreten Verhalten und sehr schnell gelernt wird. Die dafür erforderliche Feedbackkultur wird in der Ausbildungsgruppe etabliert und im Sinne einer persönlichen Kompetenz (FeedbackGeber zu sein) auch kontinuierlich weiterentwickelt.
Eine hohe Intensität des Lernprozesses wird durch einen Ebenenwechsel in der Vermittlung erreicht:
1. Ebene: Erleben als Teilnehmer/in
2. Ebene: Ausprobieren als Moderator/in
3. Ebene: Reflexion der Methode
Für die Transfersicherung nutzen wir Bilanzphasen und die Einarbeitung von Praxisfällen innerhalb der Ausbildung.
Eine durchgehende Evaluation der Module und der Austausch unter den Dozenten garantieren einen gut angepassten Seminarverlauf.
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