Inhalte

Seit 20 Jahren wird diese berufsbegleitende Ausbildung von artop angeboten, sie hat sich etabliert und vielfach bewährt. Das Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und berücksichtigt so aktuelle Entwicklungen und Bedarfe. Die Ausbildung unterteilt sich in einen praktischen Ausbildungs- und einen Umsetzungsteil.

Ausbildungsteil

Die Module der Ausbildung sind selbst als Trainigs gestaltet. Sie enthalten

  • theoretische Anteile, die fachliches Know-how vermitteln
  • praktische Übungen, die trainingsrelevante Erfahrungen ermöglichen
  • Fokussierung der eigenen Person in der Trainerinnen-/Trainerrolle und Selbstreflexion
  • Reflexionen über gestaltbare Lernprozesse in Gruppen
  • das Erkennen von Handlungsmöglichkeiten aus der Trainerinnen-/Trainerperspektive

Der letzte Ausbildungsbaustein wird als Workshop durchgeführt. Hier werden die Ergebnisse der Parallel zur Ausbildung laufenden Projektarbeiten vorgestellt und die Erfahrungen ausgewertet. Die Module gliedern sich in Drei-Tages- und Zwei-Tages-Seminare.

Umsetzungsteil

Im praktischen Umsetzungsteil, der parallel zum Ausbildungsteil beginnt, setzen Sie die erworbenen Trainingskenntnisse schrittweise in Ihre eigene Trainingspraxis um. Bestandteile des Umsetzungsteils und Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikates „Kommunikations- und Verhaltenstrainer/in“ sind das Co-Training, die eigenständig organisierten Trainings und die direkte Supervision durch eine/n erfahrene/n
Trainer/in.

1. Co-Training
Erste konkrete Erfahrungen als Trainer/in sammeln Sie in der Rolle des/der Co-Trainers/Trainerin. Unter Anleitung führen Sie Ihre ersten eigenen Trainingssequenzen durch und lernen den Arbeitsstil und das methodische Vorgehen einer Kollegin bzw. eines Kollegen kennen.

2. Eigenständig organisierte Trainings
Für die Zertifizierung führen Sie drei eigenständige Trainings durch, in denen Sie Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen aus der Ausbildung anwenden und festigen können. Die Trainings sollen selbstständig entwickelt und durchgeführt werden. Über deren Ablauf wird ein Kurzprotokoll angefertigt. Für eines der drei Trainings wird eine begleitende Supervision angeboten (siehe direkte Supervision).

3. Direkte Supervision
Ein selbständig durch Sie oder teilweise durch artop organisiertes, eigenständiges Training können Sie unter direkter Supervision eines/einer erfahrenen Trainers/Trainerin des artop-Teams durchführen. Der/die Supervisor/in unterstützt Sie bei der Konzeption Ihres Trainings und gibt Feedback über Ihr Trainerinnen-/Trainerverhalten sowie über den Trainingsverlauf und den Gruppenprozess.

Module im Überblick

Rollenverständnis und Selbsterfahrung

  • Kennenlernen in der Ausbildungsgruppe
  • aktive Gestaltung des Arbeitsklimas in der Lerngruppe
  • Aufbau einer Arbeitsbeziehung
  • Persönliche Zielsetzungen und Entwicklungsvorhaben
  • Gemeinsames Verständnis von Training, Rolle und Eigenschaften des/der Trainers/Trainerin
  • Elemente der professionellen Rolle als Trainer/in
  • Feedback als Element sozialen Lernens
  • Feedbackregeln
  • Rolle von Feedback in der Ausbildung
  • Reflexions- und Feedback-Übungen
  • Selbsterfahrung: Abgleich von Selbstbild und Fremdbild

Auftragsklärung, Programmentwicklung & Lernen

  • Training und andere Beratungsformate im Vergleich
  • Elemente der Auftragsklärung (Rahmenbedingungen, Setting, Honorar, etc.)
  • Vorgespräche mit dem Auftraggeber
  • Angebotserstellung
  • Konzeption eines auftrags- und zielgruppenspezifischen Trainingsprogramms
  • Lernen bei Erwachsenen
  • Lern- und Lehrtechniken – psychologische Hintergründe
  • Trainingsziele
  • didaktischer Aufbau und Spannungsbogen im Trainingsdesign

Kommunikationsmodelle

  • Kommunikationsmodelle im Training als Hintergrundfolien für die erfolgreiche Arbeit
  • Ausprobieren der Trainerinnen-/Trainerrolle mit eigenen Trainingssequenzen
  • Kennenlernen von Trainingsstilen und Trainerinnen-/Trainervariablen
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Trainerrolle
  • intensives Feedback
  • Reflexion des eigenen Handelns als Trainer/in

Moderation und Workshopgestaltung

  • Begriffsbestimmung Moderation
  • Rolle einer Moderatorin/eines Moderators
  • Unterschiede zur Rolle der Trainerin bzw. des Trainers
  • die Moderationsmethode
  • Moderationszyklus
  • Ausprobieren verschiedener Moderationstechniken
  • Einsatzmöglichkeiten der Moderationsmethode (Diskussionsleitung, Workshopmoderation, Großgruppenmoderation)
  • Konzeption Workshopdesign
  • intensive Übungen

Systemische Ansätze

  • Kennenlernen von Prinzipien und Wirkmodelle systemischer Trainingskonzeptionen
  • Systemische und individuenzentrierte Ansätze im Training
  • Systemtheorie und die Konsequenzen im Training – Gruppe als System
  • Entstehung von Wirklichkeitskonstruktion und „Wahrheit“ im Training
  • Kausalität von Problemen
  • Mehrperspektivität und Metakommunikation
  • Formen systemischer Intervention

Konfliktmanagement als Training

  • Definition und Merkmale eines sozialen Konflikts
  • Selbsterfahrung eines Trainings zur Verbesserung des Umgangs mit Konflikten
  • Konfliktarten und Konfliktverlaufsmodelle
  • Konfliktstile
  • Reflexion des eigenen Konflikterlebens und der Bearbeitung sowie Schritte und Möglichkeiten einer professionellen Konfliktbearbeitung

Der Umgang mit Konflikten im Rahmen des Trainings kann bei den Terminen zur Gruppensupervision behandelt werden.

Gruppendynamik für Trainer/innen

  • Gestalten, Beobachten und Erleben von Gruppendynamik und gruppendynamischen Phänomenen
  • Verhalten in Gruppen
  • Kennenlernen von Ansprüchen und Erfordernissen von Gruppenprozessen
  • Rangstrukturen in Gruppen
  • Rollen in Gruppen
  • Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen
  • Steuerungsmöglichkeiten
  • Interventionsmethoden für den/die Trainer/in

Selbst- & Zeitmanagement als Training

  • Beschleunigung und Wachstum
  • Selbstreflexion, Betandsaufnahme und Orientierung
  • Rollenvielfalt
  • Rollenkompass
  • Balancemodell
  • Innere Antreiber
  • Klassische Methoden und Zugänge
  • Methode „Das innere Team“ bei Veränderung
  • Stressmodelle

Teamentwicklung & Outdoormethodik

  • Führung von Teams
  • Abgrenzung von Gruppen und Teams
  • Teamentwicklung als Intervention
  • Methoden für Teamentwicklung (indoor und outdoor)
  • Problemlösungs- und Entscheidungsprozesse in Gruppen
  • Kooperationsübungen kennenlernen und selbst durchführen
  • Transfer in den Arbeitsalltag
  • Möglichkeiten und Grenzen der Teamentwicklung mit dem Trainingsansatz

Rollenspielmethodik im Training & Visualisierung

  • Exemplarisches Kennenlernen von klassischen Methoden/Formaten
  • Aspekte der Rollentheorie
  • Perspektivwechsel als Lernmethode
  • Anleitung und Durchführung von Rollenspielen im Trainingskontext
  • Möglichkeiten und Grenzen im Training
  • Umgang mit Widerständen
  • Wechselnd Übungen als Rollenspieler/innen und Trainer/innen
  • Feedback für Teilnehmende in der Rolle als Trainer/in
  • Visualisierung als Trainingshandwerk
  • Materialien und Werkzeuge zur Visualisierung
  • Anregende Darstellungen von Inhalten und Wissen
  • Schreiben und Zeichnen: Formen, Farben und Figuren
  • Analogien und Metaphern in der Visualisierung

Profilentwicklung für Trainer/innen

  • Eigene Wirksamkeit und Stärken als Trainer/in
  • Analyse der Kundengruppen
  • Standortbestimmung des persönlichen Interventionsrepertoirs
  • Entwicklung eines individuellen Profils
  • Selbstpräsentation beim Kunden
  • Kollegialer Austausch und Feedback
  • Wirkung und Einsatzmöglichkeiten kreativer Medien im Training

Projektworkshop

  • Präsentationen der erarbeiteten Projekte (Praxisprojekt) und des Vorgehens bei Akquise und Durchführung der Trainingsaufträge
  • Durchführung einer Trainingssequenz
  • Feedback der Teilnehmenden sowie von der Ausbilderin und dem Ausbilder zu den vorgestellten Konzepten und Präsentationen
  • Transfer in den Arbeitsalltag
  • Resümee über Gelerntes und Erfahrungen
  • gemeinsamer Ausklang