Ausbildung zum/r Trainer/in & Coach für interkulturelle Kompetenzen

Curriculum

Das Einsatzfeld des/der qualifizierten interkulturellen Trainers/Trainerin und Coachs ist ein Wachstumsmarkt mit steigender Nachfrage, aber auch mit großer und vielfältiger Konkurrenz. Für die erfolgreiche Akquise und glaubwürdige Durchführung von interkulturellen Trainings müssen daher mindestens drei Kompetenzbereiche ausgebildet sein: 1. Fundierte methodische Ausbildung und Erfahrung als Trainer/in von sozialen Gruppen 2. Intensive, dauerhafte Erfahrungen in einer zweiten Kultur sowie gute Kenntnisse in einer oder mehreren Fremdsprachen 3. Anwendungsorientierte theoretische Kenntnisse über interkulturelle Kommunikation und Interaktion Hinzu kommt eine entsprechend der Herkunftsbranche ausgeprägte Feld- bzw. Fachkompetenz für die Arbeit mit der jeweiligen Trainingszielgruppe. Die Ausbildung hat zwei inhaltliche Schwerpunkte:

  • didaktisch-methodische Grundlagen zur Trainingsgestaltung, psychologische Modelle des Lernens und der Persönlichkeitsentwicklung sowie die Vermittlung von Fähigkeiten für den Umgang und die Steuerung von Gruppenprozessen
    • Erwerb von kultur- und kommunikationstheoretischen Grundlagen sowie Kulturerfassungsansätzen als Handlungsbasis für Design, Realisierung und Evaluation von interkulturellen Trainings
  • Erfahrungsgemäß werden im interkulturellen Trainingskontext drei grundlegende Settings für Gruppen bzw. Einzelpersonen angefragt:
    • Länder- und kulturspezifische Trainings, in denen Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf Tätigkeiten in fremden Kulturräumen vorbereitet oder unterstützt werden
    • Allgemeine interkulturelle Sensibilisierungstrainings, in denen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein Bewusstsein für kulturbedingte Handlungsabläufe und den Einfluss von Kultur auf Verhalten entwickeln sollen
    • Interkulturelle Teamtrainings für bi- oder multinationale Teams

    In der Ausbildung vereinen sich die interkulturellen Kompetenzen von Prof. Henze und die Trainings- und Didaktikkompetenzen von artop zu einem einmaligen Ausbildungskonzept. Der Aufbau gliedert sich in einen Ausbildungs- und einen Umsetzungsteil. Für die Zertifizierung durch artop - Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin ist das Absolvieren beider Ausbildungsteile notwendig.

    Ausbildungsteil

    Der Ausbildungsteil umfasst sieben Module methodischer und inhaltlicher Qualifikation, die selbst als Trainings oder Workshops (Präsenzzeit) konzipiert sind. Er gliedert sich in sieben Zwei-oder Drei-Tages-Seminare und eine Intensivwoche.

    Umsetzungsteil

    Im Umsetzungsteil absolvieren Sie eine Hospitation bzw. ein Co-Training bei einer/einem erfahrenen Trainer/in in einem interkulturellen Anwendungsfeld (mindestens 8 Stunden). Zusätzlich führen Sie eigenständig ein Training, einen Workshop oder einen Coachingprozess durch. Bei diesem eigenen Projekt begleiten wir Sie direkt (vor Ort) oder indirekt (in der Vor- und Nachbereitungsphase).

    Module

Grundlagen

Kennenlernen und Bildung der Ausbildungsgruppe, Kontrakt und Arbeitsgrundlage mit dem Ausbildungsinstitut, Einführung in Lernformen und Ausbildungsinhalte, Einführung und Grundlagen zum interkulturellen Training (Anlässe, Zielsetzungen), Lernvorhaben für die Ausbildung

Ausbilder/in: Ragna Lienke & Prof. Dr. Jürgen Henze

Interkulturelle Kommunikation - Didaktik interkulturellen Handelns (Intensivwoche)

Kultur- und kommunikationstheoretische Grundlagen, internationale Kulturerfassungsansätze, Methoden und Designs von interkulturellen Trainings in verschiedenen Arbeitsfeldern (professionell/regional), Wahrnehmungsübungen, Simulationen, Critical Incidents & Intercultural Sensitizer, Rollenspiele, Erkundungen, Einsatz von interkulturellen Trainingsfilmen und -filmsequenzen

Ausbilder: Prof. Dr. Jürgen Henze

Selbstorganisierte Trainingsgestaltung

Länderspezifisches Training mit Anwendung konkreter Theorien aus der Intensivwoche (Ziel: Festigung und Umsetzung der Methoden), Ausprobieren der Trainerrolle, Nutzung und Weitergabe der kulturspezifischen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Ausbilderin: Ragna Lienke

Interkulturelle Teamtrainings

Methoden in der Teamentwicklung, Rollen und Rangstrukturen im Team, Teamentwicklungsprozess, Intercultural-Diverse: Schnittstellen und Unterschiede, Teamentwicklung für internationale Teams, Besonderheiten in Training und Begleitung

Ausbilderin: Claudia Müller

Entsendung und Integration

Kulturspezifische und -übergreifende Vorbereitungstrainings, Überblick und praktische Übungen zu typischen interkulturellen Trainingsmethoden (Sensibilisierungsübungen, Simulationen, Rollenspiele, Gruppen- und Fallarbeit), Reflexion der Anwendung entsprechend der Zielkultur und des Trainingssettings

Ausbilderin: Isabelle Demangeat

Einführung in das interkulturelles Coaching

Coaching in der interkulturellen Beratung, Diagnose und Denkwerkzeuge im interkulturellen Coaching, psychologische Prozesse in interkulturellen Kontaktsituationen, interkulturelle Coachingmethoden und deren Kulturspezifität Ausbilderin: Isabelle Demangeat

Lernintegration und Abschluss

Vorstellen der Projektarbeit, Feedback und Anwendungshinweise, Resümee und Integration der Ausbildungserfahrungen, Ausblick auf die individuellen nächsten Schritte, Abschluss und Übergabe der Teilnahmenachweise Ausbilderin: Isabelle Demangeat

Kontakt

+49 (0)30 44 012 99-60

akademie@artop.de

Ausbildungsleitung