Inhalte

Die Ausbildung zum Digital Experience & Usability Consultant besteht aus einem Ausbildungs- und einem Umsetzungsteil.

Ausbildungsteil

Der Ausbildungsteil umfasst zehn Module. In diesen Modulen werden theoretische Grundlagen, Modelle, Methoden und Werkzeuge vermittelt und in Übungen, Fallbeispielen und Diskussionen praktisch angewendet. Die Module verbinden Fachtraining mit Kompetenzentwicklung.

Umsetzungsteil

Praxisprojekt, Mentoring und Transfer

Ein zentrales Element der Ausbildung ist das ausbildungsbegleitende Praxisprojekt. Die Teilnehmenden arbeiten in Kleingruppen an einem selbstgewählten Thema und wenden die Inhalte der Module praktisch an.

Das Projekt wird durch Mentorinnen und Mentoren begleitet. Dadurch entsteht ein geschützter Raum für Anwendung, Reflexion und professionelle Weiterentwicklung. Die Projektarbeit stärkt den Transfer in den Berufsalltag und unterstützt die Entwicklung einer eigenen professionellen Rolle.

Kamingespräche, Peergroups und Netzwerk

Neben den Modulen gehören Kamingespräche mit externen Expertinnen und Experten zur Ausbildung. Sie eröffnen Einblicke in unterschiedliche Perspektiven, Positionen und Praxisfelder von Usability, User Experience und Human-centred Design.

Zwischen den Modulen treffen sich die Teilnehmenden in selbstorganisierten Peergroups. Diese dienen der Reflexion, Vertiefung und kollegialen Unterstützung.

Nach Abschluss der Ausbildung besteht die Möglichkeit, Teil des artop-Netzwerks aktueller und ehemaliger Teilnehmender zu werden. Dazu gehören Austauschformate, Update-Veranstaltungen und der artop-Alumni-Kongress.

Zertifikat und Abschluss

Für die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung erhalten Teilnehmende ein Zertifikat von artop – Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Ausbildung gilt als abgeschlossen, wenn:

  • mindestens 80 % der Ausbildungsstunden absolviert wurden
  • die Leistung im Rahmen des Praxisprojekts erbracht wurde
  • die Ausbildungskosten bezahlt wurden

Bei geringerer Teilnahme erhalten Teilnehmende einen Nachweis über die absolvierten Module.

Ausbildungsmodule im Überblick

Modul 1 - Check-in: Digitalisierung & Erlebnis

Im Startmodul entsteht das Fundament für die gemeinsame Ausbildung. Die Teilnehmenden lernen sich kennen, klären Erwartungen und persönliche Lernziele und erhalten einen Überblick über die kommenden Module.
Inhaltlich führt das Modul in die Kernkonzepte von Usability, User Experience und Human-centred Design ein. Digitale Systeme werden dabei als soziotechnische Systeme betrachtet, in denen Mensch, Technik und Organisation eng miteinander verbunden sind.

Modul 2 - Do the thing right: Menschzentrierte Produktentwicklung im Wandel

Dieses Modul widmet sich menschzentrierter Produktentwicklung zwischen Business, Human und Tech. Die Teilnehmenden vergleichen klassische Human-centred Design Prozesse, agile Arbeitsweisen wie Scrum und Kanban, UX Thinking sowie aktuelle KI-unterstützte Ansätze wie Spec-Driven Development und KI Factory.
Ziel ist ein Verständnis dafür, wie tragfähige und verantwortungsvolle Lösungen entstehen, die menschlichen Nutzen langfristig vor Technologiegläubigkeit und reiner Profitmaximierung priorisieren.

Modul 3 - Faktor Mensch: Psychologie, Gestalt, Wahrnehmung und Bedürfnisse

Gute digitale Produkte brauchen ein tiefes Verständnis des Menschen. In diesem Modul lernen die Teilnehmenden zentrale Grundlagen menschlichen Erlebens und Verhaltens kennen.
Dazu gehören Bedürfnisse, Gewohnheiten, Erwartungshaltungen, soziales Handeln sowie physiologische, sensomotorische, emotionale und kognitive Prozesse. Gestaltpsychologische und handlungstheoretische Perspektiven helfen, digitale Interaktion verständlicher, wirksamer und entlastender zu gestalten.

Modul 4 - Team & Organisation: Kollektive Intelligenz und gelingende Zusammenarbeit

Digitale Produktentwicklung ist komplex und gelingt selten allein. Dieses Modul richtet den Blick auf Teamarbeit, kollektive Kreativität und Perspektivenvielfalt.
Im Zentrum stehen psychologische Sicherheit, gelingende Kommunikation, Workshop-Facilitation, Gruppendynamik und kreative Zusammenarbeit. Die Teilnehmenden lernen, wie Teams Räume schaffen können, in denen Offenheit, Verantwortung und Innovation möglich werden.

Modul 5 - Methoden 1: User Research und Discovery

Die drei Module zur Methodenpraxis stehen ganz im Zeichen der Anwendung von Wissen. Anhand eines Fallbeispiels durchlaufen wir in drei aufeinanderfolgenden Modulen einen menschzentrierten Gestaltungsprozess vom initialen Research bis zum Testing von Prototypen.

In diesem ersten Praxismodul beginnt der menschzentrierte Gestaltungsprozess. Die Teilnehmenden lernen, Forschungsfragen zu formulieren, passende User-Research-Methoden auszuwählen, Daten zu erheben, auszuwerten und wirksam zu vermitteln.
Am Ende steht eine empirisch fundierte Problembeschreibung, die als Grundlage für zielgerichtete Lösungsentwicklung dient.

Modul 6 – Methoden 2: Produktvision, Anforderungen und Scope

Die drei Module zur Methodenpraxis stehen ganz im Zeichen der Anwendung von Wissen. Anhand eines Fallbeispiels durchlaufen wir in drei aufeinanderfolgenden Modulen einen menschzentrierten Gestaltungsprozess vom initialen Research bis zum Testing von Prototypen.

Wie entsteht aus vagen Ideen eine tragfähige Produktvision? Dieses Modul schlägt die Brücke von Research und Ideation zur strukturierten Anforderungsdefinition.
Die Teilnehmenden arbeiten mit Ansätzen wie Working Backwards, entwickeln Personas und Szenarien, leiten Requirements ab und lernen, Anforderungen mit Blick auf Nutzerbedürfnisse, Stakeholder und Produktstrategie zu priorisieren.

Modul 7 - Methoden 3: Spezifikation, Prototyping und Testing

Die drei Module zur Methodenpraxis stehen ganz im Zeichen der Anwendung von Wissen. Anhand eines Fallbeispiels durchlaufen wir in drei aufeinanderfolgenden Modulen einen menschzentrierten Gestaltungsprozess vom initialen Research bis zum Testing von Prototypen.

Erfolgreiche digitale Produkte werden früh und kontinuierlich mit Nutzenden überprüft. In diesem Modul erstellen die Teilnehmenden Spezifikationen und Prototypen und testen diese mit Nutzenden.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einsatz von KI in Spezifikation, Prototyping und Evaluation. Die Teilnehmenden reflektieren, wann KI wertstiftend unterstützt und welche Aufgaben weiterhin menschliche Verantwortung, Urteilsfähigkeit und Kontextverständnis erfordern.

Modul 8 - Agentic Experiences: KI menschzentriert gestalten

KI verändert digitale Produkte grundlegend. Anders als klassische Systeme verhalten sich KI-basierte Anwendungen nicht vollständig deterministisch. Ihre Ergebnisse sind dynamisch, probabilistisch und oft nur begrenzt vorhersehbar.
Dieses Modul fragt: Wie gestalten wir KI-basierte Produkte, die trotz Unsicherheit verständlich, zuverlässig und nutzerzentriert bleiben? Die Teilnehmenden befassen sich mit Ideation, Konzeption, Evaluation und verantwortungsvoller Nutzung von KI als Werkzeug, Sparringspartner und Bestandteil digitaler Erlebnisse.

Modul 9 - UX als Organisationsprinzip: Transformation, Stakeholder und Umgang mit Widerstand

Gute User Experience entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie ist Ausdruck organisationaler Reife. In diesem Modul lernen die Teilnehmenden, UX als strategisches Organisationsprinzip zu verstehen.
Sie arbeiten mit UX-Reifegradmodellen, analysieren den Status quo von Organisationen und entwickeln Ansatzpunkte für Veränderung. Widerstände werden systemisch betrachtet – nicht als Störung, sondern als wertvolle Hinweise im Transformationsprozess.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Stakeholder-Management und der überzeugenden Argumentation des Business Value von UX und verantwortungsvoller KI-Nutzung.

Modul 10 - Ausbildungsabschluss: Projektpräsentation, Reflexion und Transfer

Im Abschlussmodul präsentieren die Teilnehmenden ihre Projektarbeiten. Die Gruppe reflektiert unterschiedliche Lösungswege, lernt aus realen Cases und betrachtet die gemeinsame Ausbildungsreise.
Der Fokus liegt auf Transfer: Die Teilnehmenden entwickeln persönliche Roadmaps, um das Gelernte unmittelbar und nachhaltig im eigenen beruflichen Kontext zu verankern.

Seit 2006 qualifiziert artop Menschen für die professionelle Gestaltung digitaler Produkte. Mit der ersten berufsbegleitenden Ausbildung zum Usability Consultant hat artop in Deutschland früh ein Ausbildungsfeld eröffnet, das heute relevanter ist denn je: die menschzentrierte Entwicklung digitaler Produkte, Services und Organisationen.

Was damals mit Usability Engineering und benutzerfreundlichen Interfaces begann, hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. Aus Usability wurde User Experience, aus einzelnen digitalen Anwendungen wurden komplexe soziotechnische Systeme, und mit KI entstehen heute neue Formen der Interaktion zwischen Mensch, Technik und Organisation.

Auch die Ausbildung wurde über die Jahre konsequent weiterentwickelt: vom Usability Consultant zur Ausbildung Usability & User Experience Professional, später ergänzt durch die modularen Formate Human-centred Design und Systemisches Product Thinking.

Die neue Ausbildung Digital Experience & Usability Consultant führt diese Tradition folgerichtig weiter. Sie verbindet zwanzig Jahre Erfahrung in Ausbildung, Beratung, Forschung und Organisationsentwicklung mit den aktuellen Anforderungen an menschzentrierte Produktentwicklung, verantwortungsvolle KI-Gestaltung, UX-Strategie und digitale Transformation.

Damit steht die Ausbildung für eine gewachsene artop-Tradition – und für den nächsten Schritt in der professionellen Gestaltung digitaler Erlebnisse.

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Ansprechpartner

Hias Wrba
Mathias 'Hias' Wrba

Kosten

9.800,00 € (für Privatpersonen)

11.800,00 € (für Organisationen)

Von der USt. ausgenommen.

Wir sind für Sie da!

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Heidi Reckließ
Ina Schwab
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