Ausbildung zum Usability Consultant
Die Ausbildung
Die Ausbildung vermittelt in kompakter Form das wesentliche Handwerkszeug für die Arbeit als Usability Consultant. Sie ist geprägt von Wissens- und Erfahrungsvermittlung durch intensiven Austausch mit den Ausbildern, innerhalb der Ausbildungsgruppe und in der interdisziplinären Zusammenarbeit. Sie entspricht damit genau den Anforderungen aus der Praxis.
Besonderheiten der Ausbildung
Die Dauer der Ausbildung und die Verschränkung inhaltlicher und praktischer Lernbausteine geben Zeit für Lernen und Transfer
(kein Crash-Kurs).
Der Lernprozesses wird über die Zeit hinweg gefördert. Er wird begleitet durch Mentoren und die selbständige Anwendung der gelernten Inhalte in einem eigenen Projekt.
Die intensive thematische Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen, Modellen, Methoden und Strömungen fördert die Fähigkeit, Usability Projekte im Hinblick auf die jeweils relevanten Fragestellungen maßzuschneidern. Die eigene Positionierung und Kritikfähigkeit werden gestärkt.
Die nachhaltige Vernetzung in der Ausbildungsgruppe und mit den zahlreichen Referenten erlauben Austausch und Einsichten, Dialoge und Diskurse und damit intensives Lernen. Verbindungen zu Ansprechparntern für einen Austausch von KnowHow über den Ausbildungsrahmen hinweg werden geknüpft.
Usability: Wettbewerbsfaktor
Seit einigen Jahren ist ein steigendes Interesse von Wirtschaft und Medien am Thema Usability zu beobachten - die Gebrauchstauglichkeit interaktiver Produkte wird immer mehr zum Wettbewerbsfaktor und zum Qualitätsmaßstab.
Usability: Ein neues Berufsbild
Zum World Usability Day finden seit dem Jahre 2004 jährlich rund 200 Events in ca.
40 Ländern statt, um über das Themenfeld zu informieren und
weiterzubilden. Die Branche Usability entwicklelt sich schnell.
Mit dieser Entwicklung kristallisiert sich zunehmend auch das Berufsbild des "Usability Professionals" heraus, zugleich nimmt die Branche eine rasante Entwicklung.
Im Jahr 2001 wurde der Berufsverband German Chapter der Usability Professionals Association (German UPA,
www.germanupa.de) gegründet, ein Ableger der amerikanischen Vereinigung.
Wolfgang Dzida beschrieb Usability Professionals in seinem Grußwort im Branchenreport der deutschen UPA als "Fachleute, die etwas von der Nutzungsqualität [von interaktiven] Produkte[n] verstehen" und kennzeichnet sie als Pioniere - einen bunt gewürfelten Haufen von Menschen mit neuen Ideen, Aufbruchsstimmung, Initiative und Mut (German UPA, 2004).
Das beschreibt die derzeitige Situation treffend: Im Bereich Usability arbeiten Menschen aus verschiedensten Fachgebieten, vertreten sind u.a. Psychologie, Informatik, Design, Kommunikationswissenschaften, Betriebswirtschaft. Usability Professionals sind jung wie die IT-Branche, arbeiten stark multidisziplinär und berichten über eine hohe Motivation und überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit mit ihrer Arbeit.
Qualifizierungsbedarf
Viele Usability Professionals geben an, ihr spezielles Wissen autodidaktisch und schrittweise durch "learning by doing" erworben zu haben. Schritt für Schritt entstehen in Deutschland erste komplette
Ausbildungsangebote und Studiengänge für eine Qualifikation auf dem Gebiet Usability-Engineering.
Mit der berufsbegleitenden Ausbildung zum Usability Consultant bot artop schon 2006 eine Möglichkeit zur
Professionalisierung der Beschäftigten im Berufsfeld Usability. Die erfolgreiche Ausbildung geht nun in die fünfte Runde.
Der Usability Consultant
Durch Marktbeobachtungen, den Austausch in der Usability Community, Befragungen und aus unseren eigen Erfahrungen haben wir Anforderungen an Usability Professionals erhoben. Die Ergebnisse sind in die Entwicklung der Ausbildung eingeflossen. Die Ausbildung orientiert sich weiterhin am Curriculum für Mensch-Computer-Interaktion der Fachgruppe Software-Ergonomie der Gesellschaft für Informatik und am German Chapter der UPA.
Ein Usability Consultant begleitet den gesamten Prozess einer Systementwicklung bzw. vergleichbare Projekte mit dem Ziel einer möglichst intuitiven, hohen Benutzbarkeit eines Produktes oder einer Dienstleistung im Sinne eines Qualitätsmerkmals.
Er verfügt über umfangreiches Wissen, soziale Kompetenz und methodisches Können, um dieses Ziel unter Beachtung der Perspektiven von Auftraggeber sowie Benutzern zu erreichen. Er ist Spezialist für Usability Engineering und berät seine internen
bzw. externen Auftraggeber, begleitet oder beauftragt Usability Aktivitäten oder führt sie selber durch.

